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Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V.

„Der Weg nun, auf welchem die größte aller technischen Fragen, die Beschaffung billiger Energie, zu lösen ist, dieser Weg muss von der Elektrochemie gefunden werden. Haben wir ein galvanisches Element, welches aus Kohle und dem Sauerstoff der Luft unmittelbar elektrische Energie liefert, ... dann stehen wir vor einer technischen Umwälzung, gegen welche die bei der Erfindung der Dampfmaschine verschwinden muss.“ 

Ostwald, W.: Die wissenschaftliche Elektrochemie der Gegenwart und die technische der Zukunft. Z. physik. Chem. 15 (1894), S. 409

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144. Ostwald-Gespräch
Donnerstag 06 Oktober 2022, 05:00pm - 07:00pm
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Am 6. Oktober 2022 findet nach fast dreijähriger Unterbrechung im Hörsaal des Wilhelm-Ostwald-Instituts für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig, Linnéstraße 2, der nächste Vortrag in der Reihe der Ostwald-Gespräche statt. Beginn der Veranstaltung ist 17:00 Uhr. Es spricht Herr Dr. Holger Perlt, Institut für Theoretische Physik der Universität Leipzig, zum Thema "Quantum Computing - Idee, Möglichkeiten, Stand".

Das Verlangen, sehr große Datenmengen mit immer komplexeren Algorithmen möglichst genau und in annehmbarer Zeit zu verarbeiten, ist in den letzten Jahrzehnten stetig gewachsen und wird sich ohne Zweifel weiter beschleunigen. Es ist aber offensichtlich, dass sich mit den herkömmlichen Rechnerarchitekturen die Lücke zwischen Anspruch und Realität weiter vergrößern wird.

Schon in den 1980er Jahren veröffentlichte der amerikanische Physiker und Nobelpreisträger R. P. Feynman die Idee, Quantenobjekte als Elemente eines Computers zu verwenden. Von dieser Idee bis zu ersten Algorithmen, welche die Überlegenheit dieser neuen Technologie wenigstens theoretisch nachwiesen, vergingen etwa 10 Jahre. Der praktische Nachweis, also die Konstruktion realer, frei programmierbarer Quantencomputer für die Lösung größerer Probleme, ist derzeit noch in der Entwicklung.

Im Vortrag werden die Besonderheiten des Rechnens mit Quantenobjekten erläutert. Anhand kleiner Beispiele sollen die Prinzipien herausgearbeitet werden. Es wird das auf Python basierende System qiskit vorgestellt, welches die Simulation eines Quantencomputers auf einem klassischen Rechner ermöglicht und gleichzeitig erlaubt, den so erstellten Code auf kleinere IBM Quantencomputer zu senden. Es wird auf die Umsetzung der elementaren Quantenoperationen (den Gates) in den Quantenchips eingegangen. Auch die Besonderheiten der Fehlerkorrektur werden angesprochen.

Den Abschluss bildet ein Überblick über den gegenwärtigen Stand, soweit er dem Vortragenden bekannt ist.

 

Die Veranstaltung ist kostenfrei.