Die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V. hat kürzlich das Sonderheft 25/2021 „Max Bodenstein und Wilhelm Ostwald in ihren Briefen“ herausgegeben, dessen Publikation durch die Wolfgang J.-Hönle Stiftung „Kunst und Chemie“ bei der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. unterstützt wurde. Diese durch Wladimir Reschetilowski und Lothar Beyer kommentierte Briefausgabe setzt die von Karl Hansel (1942-2006) begründete Reihe der Briefwechsel Ostwalds mit seinen Assistenten fort, zu denen auch einer der Weggefährten Ostwalds und bedeutender Physikochemiker Max Bodenstein (1871-1942) gehörte.

Max Bodenstein gilt als Begründer der chemischen Kinetik. Nach ihm benannt ist das Bodenstein´sche Quasistationaritätsprinzip zur mathematischen Beschreibung der Kinetik von Folgereaktionen mit einem reaktiven Intermediat in quasistationärer Konzentration sowie die Bodensteinzahl (Bo), mit der die axiale Durchmischung der Reaktionsmasse in Rohrreaktoren charakterisiert wird. Der Briefwechsel zwischen Bodenstein und Ostwald stammt vollständig aus dem Archiv der Berlin-Brandenburgischen Akademie der Wissenschaften und umfasst insgesamt 28 Briefe/Postkarten im Zeitraum zwischen 1893 und 1932, inkl. einiger Schreiben von und an die jeweiligen Ehepartner.

Aus der Korrespondenz, die anfänglich nur die Publikationsanliegen Bodensteins in der Ostwald´schen Zeitschrift für physikalische Chemie betraf, entwickelte sich später ein fast familiärer brieflicher und persönlicher Kontakt zwischen den Familien Bodenstein und Ostwald.

Die Onlineversion des Sonderheftes ist unter https://wilhelm-ostwald.de/joomla/images/sonderhefte/SH_25.pdf verfügbar. Das gedruckte Sonderheft kann zu einem Preis von 8 Euro unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.