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Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V.

„Erinnern wir uns, dass alles Leben unabänderlich an den Verlauf chemischer Vorgänge gebunden ist. Bekanntlich ist alles materielle Geschehen in der Welt nichts als ‘Umgestaltung der beiden Substanzen’: Masse und Energie“ 

Ostwald, W.: Die Aufgaben der physikalischen Chemie. Humboldt 6 (1887), Juli, S. 249 ff.

Neuigkeiten

 

 

 

Die Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V., die in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert, hat gemeinsam mit der Deutschen Bunsen-Gesellschaft e.V. und mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker e.V. den mit 2.500 Euro dotierten Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis an Dr. Christoffer Leber (31) und Dr. Jan Meisner (31) für ihre ausgezeichneten Dissertationen zu gleichen Teilen vergeben.

 

Die Preisträger werden am 14. März 2020 um 14:00 Uhr im Haus Werk des Wilhelm Ostwald Parkes in Großbothen/Grimma ihre wissenschaftlichen Ergebnisse in einer öffentlichen Veranstaltung vorstellen. Danach werden ihnen auch die Urkunden über die Preisverleihung im Rahmen einer kleinen Feier übergeben.

 

Der Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis wird in Andenken an den ersten sächsischen Nobelpreisträger in einem zweijährigen Rhythmus für besondere Leistungen junger Wissenschaftler, die insbesondere im Fachbereich der Chemie und angrenzender Fachgebiete im Sinne Ostwalds interdisziplinäre Forschungsfelder bearbeitet haben, bereits zum sechsten Male ausgelobt.

 

In diesem Jahr werden Herr Dr. Christoffer Leber (Ludwig-Maximilians-Universität München) für eine wissenschaftshistorische und Herr Dr. Jan Meisner (Stanford University, USA) für eine theoretisch-naturwissenschaftliche Dissertation ausgezeichnet.

 

Christoffer Leber hat an der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU) studiert und mit einen Master of Arts (MA) in Neuere und Neueste Geschichte, Mittelalterliche Geschichte und Neuere Deutsche Literatur sowie mit dem Ersten Staatsexamen für das Lehramt Gymnasium in den Fächern Deutsch und Geschichte abgeschlossen. Unter der Betreuung von Frau Prof. Dr. Kärin Nickelsen hat er an der LMU mit dem Thema „Grenzgänge. Religion und Säkularität in der kaiserzeitlichen Monismusbewegung (ca. 1900-1918)“ mit „summa cum laude“ promoviert.

 

„Leber argumentiert überzeugend, dass sich die Geschichte des Monismus nicht auf die Geschichte eines Konfliktes zwischen (Natur-)Wissenschaftlern und Kirchenvertretern reduzieren lässt - auch wenn (oder gerade weil) die Akteure selbst sich so beschrieben … Die Studie stützt sich auf Quellenrecherchen in 18 Archiven - zentral darunter die Nachlässe von Wilhelm Ostwald … Leber ist es in dieser Studie auf hervorragende Weise gelungen, bisher disparate Gebiete miteinander zu verbinden; für das Forschungsfeld „Wissenschaft und Religion“ wurde hiermit ein bleibender Beitrag geleistet.“, betont Frau Prof. Nickelsen in ihrer Begründung für die Nominierung von Christoffer Leber für den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis.

 

Jan Meisner hat an der Universität Stuttgart Chemie studiert und mit einem Bachelor of Science (BSc) sowie Master of Science (MSc) abgeschlossen. Unter der Betreuung von Prof. Dr. Johannes Kästner hat er an der Universität Stuttgart mit dem Thema „Theoretical Investigations of Atom Tunneling in the Interstellar Medium“ mit „summa cum laude“ promoviert. Gegenwärtig ist er als Postdoc an der Stanford University, USA, beschäftigt.

 

„Der Schwerpunkt der Dissertation lag hierbei bei der Verknüpfung von Kinetik und Oberflächenchemie mit theoretischen Konzepten zur Beschreibung des Tunneleffektes und dem astrophysikalischen Hintergrund … Die erfolgreiche und von ihm zu einem maßgeblichen Teil initiierte Zusammenarbeit mit verschiedensten Arbeitsgruppen führten zu einer beachtlichen Anzahl an Publikationen und halfen, das Fachgebiet Computational Chemistry als Methode der Wissensgewinnung in der Fakultät stärker zu etablieren.“, heißt es in der Begründung von Prof. Kästner für die Nominierung von Jan Meisner für den Wilhelm-Ostwald-Nachwuchspreis.

 

 

 

Interessierte Gäste sind herzlich zu den Vorträgen und der Preisübergabe eingeladen.

 

 

 

Sonderheft "Von der energetischen Denkweise zur sozialen Energetik" erschienen

Aufgrund der Corona-Lage konnte die von der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V. für den 20. Juni 2020 im Wilhelm Ostwald Park Großbothen geplante Tagung leider nicht stattfinden. Die Veranstaltung sollte einerseits Denkanstöße für die Lösung von weltanschaulichen, ökonomischen, sozialen und ökologischen Problemen in den modernen Industriegesellschaften geben, andererseits sollte die Tragfähigkeit des energetischen Konzepts von Wilhelm Ostwald diskutiert werden.

Die eingeladenen Referenten der Tagung haben dankenswerterweise ihre Rededispositionen für das eben erschienene Sonderheft der „Mitteilungen der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V.“ zur Verfügung gestellt.

Der Vorstand und der wissenschaftliche Beirat der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft beabsichtigen, Fragen und Anmerkungen, die sich sicher aus der Diskussion zu den Redebeiträgen ergeben hätten, in einer oder mehreren Präsenzveranstaltungen im kommenden Jahr zu besprechen oder auch Diskussionsbeiträge in den „Mitteilungen der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V.“ zu publizieren.

Das Sonderheft kann zu einem Preis von 10,- € zzgl. Versandkosten per Email unter Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! bestellt werden.

 

Absage der Ostwald-Gespräche bis Jahresende 2020

Aufgrund der gegenwärtigen „Corona-Lage“ und den daraus resultierenden Beschränkungen sagt der Vorstand der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft die noch für 2020 geplanten beiden Ostwald-Gespräche - den Vortrag von Prof. Wolfgang Gärtner, Universität Leipzig, zum Thema „Lichtempfindliche Moleküle und ihre Interaktion mit Zellen (Genetische Augenentstehung)“ und den Vortrag von Prof. Grit Kalies, HTW Dresden, zum Thema „Raumzeit“ mit angedachter Podiumsdiskussion - ab. Vorgesehen war, diese Veranstaltungen wiederum in Kooperation mit der Gesellschaft Deutscher Chemiker (Ortsverband Leipzig) im Hörsaal des Wilhelm-Ostwald-Institutes für Physikalische und Theoretische Chemie der Universität Leipzig durchzuführen. Gegenwärtig kann der Hörsaal nur mit wenigen Personen unter Einhaltung der Hygienebestimmungen belegt werden. Auch im kommenden Wintersemester wird es nach derzeitigem Stand keine teilnehmerstarken Präsenzveranstaltungen in den Räumlichkeiten der Universität geben können.

 Wir werden die beiden Referenten bitten, ein Video ihres Vortrages zu erstellen, das wir über einen Link auf unserer Webseite zur Verfügung stellen werden.

 Prof. Dr. Knut Löschke

 Vorsitzender des Vorstandes der Wilhelm-Ostwald-Gesellschaft e.V.

 

Unterkategorien

In Zukunft möchten wir hier auf eine Auswahl an Neuerscheinungen zum Leben und Wirken Wilhelm Ostwalds und zu weiterführenden Überlegungen hinweisen. Wir bitten alle Freunde unserer Gesellschaft um Hinweise und, wenn möglich, auch um Einschätzungen.